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Kennzeichnung von Wertsachen und Fahrradcodierung

Einbruch Schmuckkasten
Kennzeichnung von Wertsachen und Fahrradcodierung
Diebe stehlen bevorzugt Gegenstände deren Herkunft nicht zurückverfolgbar ist. Die Beute soll in den meisten Fällen weiterverkauft und zu Geld gemacht werden

Wertsachen kennzeichnen!
Für einen Täter wird ein Diebstahl risikoreicher und damit weniger interessant, wenn Gegenstände individuell gekennzeichnet sind.  Über eine nachvollziehbare Kennzeichnung kann die Polizei den Eigentümer aufgefundener Gegenstände feststellen, es ergeben sich mögliche Rückschlüsse auf den Täter und bestimmte Straftaten lassen sich nachweisen. Auch potentielle Käufer erhalten so erst die Möglichkeit festzustellen, ob sie Diebesgut kaufen würden.
 

An gestohlenen Gegenständen kann kein Eigentum erworben werden. 

Individualnummern
Einige Gegenstände sind bereits bei der Herstellung mit Individualnummern versehen worden. Sind diese jedoch versteckt angebracht, können sie keine abschreckende Wirkung erzielen. Vorhandene Nummern sind vielen Eigentümern auch oft nicht (mehr) bekannt oder wurden an anderer Stelle notiert. Diese Probleme lassen sich mit einer möglichst gut sichtbaren Kennzeichnung des Gegenstandes mit der bundesweit bekannten Eigentümer-Identifizierungs-Nummer beseitigen.

Eigentümer-Identifizierungs-Nummer (EIN)

Bei der EIN handelt es sich um eine Kodiernummer, die sich individuell aus dem Wohnort und Namen einer Person ergibt. Beispiel einer EIN:

W0000952228MM 

W         Kreis-/Stadtkennzeichen (wie Kfz-Kennzeichen) 
00        Gemeindeschlüssel (zweistellig) 
00952  Straßenschlüssel (fünfstellig) 
228      Hausnummer (dreistellig) 
MM       Initialien (zweistellig) 

Selbsterklärender Code klärt Eigentumsfrage

Mit dieser Nummer können die Polizei, andere Behörden und Berechtigte aufgefundene Gegenstände bestimmten Personen zuordnen und die Eigentumsfrage klären. Da es sich um einen „selbsterklärenden“ Code handelt, kann die Polizei ein zum Beispiel gefundenes gestohlenes Fahrrad schon zuordnen, bevor ein Diebstahl überhaupt bemerkt wurde. 

In den Fällen, in denen keine Herstellerindividualnummer vorhanden ist, kann anhand der Codierung trotzdem eine Zuordnung entwendeter Gegenstände erfolgen. Zweckmäßig ist die Kennzeichnung zum Beispiel von Antiquitäten, Teppichen, Schmuck, Musikinstrumenten, Baumaschinen, Werkzeugen, Computer- und Kommunikationshardware. 

Ihre persönliche EIN erhalten Sie bei ihrer (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle oder können sie bei jeder Polizeidienststelle erfragen. Hauptsächlich findet die EIN bei der Kodierung von Fahrrädern Anwendung. Über einen Code-Generator des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) lassen sich EIN aus vielen Regionen Deutschlands erzeugen. 


Hinweise zur Kennzeichnung von Gegenständen und weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie über die Polizei-Beratung im Internet oder bei der Dienststelle Kriminalprävention/Opferschutz unter 0202/284-1801.