Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 vorgestellt

Diagramm PKS 2017
Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 vorgestellt
Vor Medienvertretern aus der Region stellten Polizeipräsident Markus Röhrl und der Leitende Kriminaldirektor Ronald Bäumler jetzt in einer Pressekonferenz die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2017 vor.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

„Das sind Zahlen, mit denen nicht nur wir, sondern auch die Menschen im bergischen Städtedreieck zufrieden sein können“, betonte Polizeipräsident Markus Röhrl.

Im Jahr 2017 wurden in der Kreispolizeibehörde Wuppertal 51.833 Straftaten zur Anzeige gebracht. Im Vergleich zum Vorjahr (55.650 Straftaten) ist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle damit um 6,9 Prozent (3817 Fälle) zurückgegangen.

Mehr als die Hälfte der bekannt gewordenen Straftaten konnten dabei aufgeklärt werden: Bei der Aufklärungsquote ist ein Anstieg um 0,5 Prozentpunkte auf 52,6 Prozent zu verzeichnen.

Im Land NRW liegt das Polizeipräsidium Wuppertal mit einer Häufigkeitszahl von 8334 (die Häufigkeitszahl beschreibt die Anzahl der Delikte pro 100.000 Einwohner) über dem Landesschnitt mit 7677. Damit steht das PP Wuppertal bei 18 Polizeipräsidien im Land an siebter Stelle.

 

Rückgang der Fallzahlen der Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle

Nachdem die Fallzahlen des Wohnungseinbruchs 2015 um 30 Prozent angestiegen waren und 2016 annähernd stagnierten, ist es 2017 erfreulicherweise zu einem deutlichen Rückgang im Präsidialbereich gekommen: Die Fallzahlen sanken um 722 von 1840 auf 1118 Delikte (-39,2 Prozent).

Hier zeigt das direktionsübergreifende Konzept zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls, im Rahmen dessen seit Ende 2016 u.a. regelmäßige stationäre Kontrollen, Streifenfahrten in festgelegten Bereichen und regelmäßige Bestreifungen von Problembereichen durchgeführt wurden, seinen Erfolg. Dennoch: Wie 2017 auch bleibt die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität ein behördenstrategischer Schwerpunkt!

Erfreulich ist auch der deutliche Rückgang der Taschendiebstahlsdelikte um 805 auf 1997 Taten (-28,7 Prozent). Mit präventiven Maßnahmen und Aktionen zur Sensibilisierung der Bevölkerung, u.a. „Augen auf und Tasche zu“, konnten offenbar viele Taten verhindert werden.

 

„Enkel-Trick“ gibt weiter Anlass zur Sorge

Weiterhin Anlass zur Sorge bietet indes die Zunahme der betrügerischen Telefonanrufe („Enkel-Trick“), bei denen sich die Täter nicht nur als Familienangehörige ausgeben, sondern in zunehmender Häufigkeit auch als Polizeibeamte. Die Anrufe erfolgen dabei mit Rufnummern wie 0202/110. „Die Polizei ruft niemals an und fordert sie auf, Bargeld und Schmuck an Beamte zu übergeben“, so Polizeipräsident Röhrl. Hier gelte es noch weitaus stärker, ältere Angehörige zu sensibilisieren und zu warnen, im Zweifel sollte lieber einmal zu viel als zu wenig die 110 gewählt werden, betonte auch Ronald Bäumler, Leitender Kriminaldirektor.

An die Aufmerksamkeit der Bürger appellierten Markus Röhrl und Ronald Bäumler auch bei einer anderen zunehmenden Deliktart: dem Diebstahl aus Autos, insbesondere der Marke BMW. „Diese Delikte passieren am Straßenrand. Eine Motorhaube ist nicht in einer Minute abmontiert“, so Röhrl. Auch hier sollte im Zweifel lieber einmal mehr die 110 gewählt werden.

 

Die gesamte Polizeiliche Kriminalstatistik können Sie in der rechten Spalte herunterladen.

Polizeiliche Kriminalstatistik für NRW Quelle: LKA NRW