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Sexueller Missbrauch: Unwissenheit schützt nur die Täter ...

Sexueller Missbrauch
Sexueller Missbrauch: Unwissenheit schützt nur die Täter ...
Präventionsangebote für Eltern, Erzieher, Lehrer und Sportbetreuer.

Sexuell motivierte Gewalt ist derzeit gegenwärtiger als je zuvor. Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen - ob im privaten Umfeld oder in öffentlichen Einrichtungen - erregen in der Öffentlichkeit großes Aufsehen. Kein Wunder, dass Erziehungsberechtigte und Pädagogen bei einer Konfrontation mit diesen Vorfällen verunsichert sind.

Genau hinsehen
Wer ständig mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt steht, hat dabei eine besondere Verantwortung. Menschen mit Aufsichtsverantwortung, müssen sich mit dem Thema sexueller Missbrauch auseinander setzten, denn Verdrängung schützt nur die Täter.

Unterstützung durch Präventionsangebote der Polizei
Wir bieten Hilfen an, damit Erziehungsberechtigte, Sportbetreuerinnen und -betreuer sowie Lehrpersonal besser in der Lage sind präventive Ansätze in den Alltag zu integrieren, aber auch Verdachtsfälle zu erkennen und angemessen zu reagieren. Information über Prävention vor sexualisierter Gewalt sind wichtige Anliegen der Polizei. Einen hundertprozentigen Schutz kann niemand garantieren. Es gibt jedoch Wege, den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch zu verbessern. Unsere Themenangebote bieten Unterstützung für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, sowie für Betreuerinnen und Betreuer in Sportvereinen.

Informationen aus erster Hand: Kriminalprävention/Opferschutz
Die Veranstaltungen gliedern sich jeweils in einen Informations- und einen Präventionsteil. Folgende Fragen sprechen wir an:

Hintergrundinformationen
• Was ist sexueller Missbrauch?
• Wie häufig kommt sexueller Missbrauch vor?
• Wer sind die Täterinnen/Täter?
• Wer sind die Opfer?
• Welche Strategien nutzen die Täter?
• Welche Handlungen sind strafbar?

Prävention
• Hinweise zum Schutz vor sexuellem Missbrauch für unterschiedliche Opfergruppen
• Hilfsangebote
• Hinweise zur Anzeigenaufnahme und zum Opferschutz

Veranstaltungsangebote im Einzelnen:

Kinder stark machen - Schutz vor sexuellem Missbrauch (Vorschule - Eltern)

Zielgruppe: Eltern von Kindern im Vorschulalter
Diese Veranstaltung richtet sich an Erziehungsberichtigte von Kindern im Vorschulalter. Das Angebot wird in der Regel in Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt bei der Vermittlung einer präventiven Erziehungsgrundhaltung, durch die Kleinkinder nachhaltig im Umgang mit problematischen Alltagssituationen gestärkt werden sollen.

Kinder stark machen - Schutz vor sexuellem Missbrauch (Grundschule - Eltern)

Zielgruppe: Eltern von Kindern im Grundschulalter
Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt bei der Vermittlung einer präventiven Erziehungsgrundhaltung durch die Kinder nachhaltig im Umgang mit Grenzüberschreitungen - also auch im Umgang mit sexuellen Übergriffen - gestärkt werden sollen. Thematisiert wird außerdem die Problematik des sexuellen Missbrauchs von Kindern im Internet. 

Schutz vor sexuellem Missbrauch von Kindern (Grundschule - Lehrer)

Zielgruppe: Veranstaltung für Lehrer an Grundschulen 
Neben Fachinformationen zum Thema sexueller Missbrauch, allgemeinen Präventionstipps und speziellen Möglichkeiten der schulischen Prävention, geht es bei dieser Beschulung insbesondere darum, wie sich Lehrer in akuten Verdachtsfällen verhalten können, welche Pflichten zum Tätigwerden bestehen und welche Strukturen innerhalb einer Schule für den Umgang mit dem Thema sexueller Missbrauch förderlich sind.

Prävention vor sexuellem Missbrauch in Sportvereinen

Zielgruppe: Vorstände und Trainer von Sportvereinen
Inhalt ist der vereinsinterne Umgang mit dem Thema sexueller Missbrauch. Der Schwerpunkt liegt bei Möglichkeiten und Pflichten zum Tätigwerden in Verdachtsfällen und bei Strukturen und Bedingungen, die die Gefahr vor sexualisierten Übergriffen reduzieren. Denn dort wo Kinder und Jugendliche vertrauensvoll in Vereine gegeben werden, liegt eine besondere Verantwortung den Schutz der Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten. 

Prävention vor sexuellem Missbrauch von Menschen mit Handicap

Zielgruppe: Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Handicap
Ist sexueller Missbrauch in der Öffentlichkeit noch immer ein "relatives" Tabuthema, so ist der Missbrauch von Menschen mit Behinderungen dies um so mehr. Da Menschen mit Handicap in Art. 16 der UN-Behinderten Konvention vom 26.03.2009, ein besonderer Schutz vor sexuellen Übergriffen und ein Recht auf Hilfsangebote zugesichert wurde, hat die Polizei Wuppertal ein Konzept speziell zum Schutz dieser Personengruppe entwickelt. In dieser Veranstaltung geht es insbesondere um den Aufbau von schützenden Strukturen innerhalb von Institutionen, die das Risiko von sexuellen Übergriffen mindern. Unsere Erfahrung zeigt, dass in Beziehungen mit starken Machtgefällen, die Gefahr Opfer zu werden besonders groß ist. Kinder, Jugendliche und Menschen mit Handicap brauchen unser aller Schutz!