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Die Tricks von Cyberkriminellen werden immer perfekter und fallen dem Nutzer von PC oder Smartphone oft erst dann auf, wenn die Täter Daten oder Geld der Opfer bereits haben.

Tatort Internet
Die Tricks von Cyberkriminellen werden immer perfekter und fallen dem Nutzer von PC oder Smartphone leider oft erst dann auf, wenn die Täter die Daten oder das Geld der Opfer bereits haben. In Fällen von Cybercrime ermittelt beim Polizeipräsidium Wuppertal eine Spezial-Dienststelle: das Kriminalkommissariat 25. Es sichert Daten, untersucht Sicherheitslücken, analysiert Schadsoftware und ermittelt im Internet. 

Ihre Daten sind Geld wert:  achten sie auf perfide Tricks!
Alle Tricks aufzulisten, ist unmöglich. Die Betrügereien mit Hilfe des Internets und der Handytechnologie verlaufen wellenartig und sind ungeheuer vielfältig. Derzeit warnen wir vor allem vor:

Emails mit Anhängen, die angeblich Rechnungen beinhalten

Die Anhänge mit den Dateiformaten .zip, .docm oder teilweise auch .pdf beinhalten Schadsoftware. Auch wenn beim Öffnen des Dateianhanges wahrnehmbar zunächst nichts passiert, werden doch Veränderungen am PC vorgenommen. Welche Schadsoftware beinhaltet ist, hängt vom Einzelfall ab. Es kann sich um einen Verschlüsselungstrojaner, einen Mailer oder um eine Manipulation handeln, die den PC zu einem ferngesteuerten Computer macht (sogenannter Bot). Nur die Überprüfung mit einem aktuellen Virenschutzprogramm, oder noch besser eine Neuformatierung der Festplatte und Neuinstallation des Rechners bringt hier wieder Sicherheit.

Emails mit Anhängen oder Dropboxlinks, die angeblich Bewerbungen beinhalten

Mitarbeiter oder Verantwortliche von Firmen, Praxen oder Institutionen haben leider die Feststellung machen müssen, dass sich hinter den angehängten Bewerbungsschreiben im Format .pdf oder in dem Dropboxlink oft  sogenannte Ransomware, Verschlüsselungstrojaner, die den Datenbesitzer erpressen, verstecken. Von existentieller Wichtigkeit ist, regelmäßig ein Datenbackup herzustellen, welches nicht im Netzwerk abgelegt wird. Wenn es zu einem Schadensfall kommt, kann über das Backup der Datenbestand wieder hergestellt werden und rettet den Betreiber möglicherweise vor einer echten Existenzbedrohung. 

Emails stellen keine sichere Verbindung dar, sie können mitgelesen werden

Gerade im internationalen Geschäftsverkehr wird fast ausschließlich per Email kommuniziert. Werden aber die Daten für den Emailaccount ausgespäht, können Täter die Kommunikation mitlesen. Wenn eine Zahlung erfolgen soll, senden sie täuschend echte Emails mit einer anderweitigen Kontonummer. Geht das Geld auf dem fremden Konto ein, wird es sofort abgehoben oder weiter transferiert. Leider sind auf diesem Wege bereits viele fünfstellige Summen in dunkle Kanäle überwiesen worden. Andere Kommunikationswege per Telefon oder FAX können hier Sicherheit bringen, ob es sich tatsächlich um die richtige Kontonummer handelt.

Onlinebanking kann Risiken beinhalten

Wenn der verwendete Computer mit Schadsoftware versehen ist, die sich quasi in den Kommunikationsprozess zwischen Bank und PC schaltet, werden Überweisungen auf fremde Konten geleitet. Solche Schadsoftware ist auch in der Lage die angezeigten Kontoauszüge zu manipulieren und eine notwendige Rücküberweisung vorzutäuschen. Gefährlich sind auch sogenannte Sicherheitsüberprüfungen von Banken, bei denen sie aufgefordert werden, mehrere iTan einzugeben. Natürlich ist das auch ein Trick von Kriminellen. Es kann nur empfohlen werden, den eigenen PC oder das Smartphone mit einer guten Antivirensoftware auszurüsten und regelmäßig zu scannen.

Dies sind einige markante und aktuelle Beispiele für eine Form von Kriminalität, die sich rasant verändert und entwickelt.

Wenn sie Opfer einer Straftat geworden sind oder Fragen haben, wenden sie sich an:

Kriminalkommissariat 25, PP Wuppertal
Telefon: 0202  284 2501